Von besonderem Reiz ist auch der Morgenländische Bau, der als ländliche Eremitage diente. Sein mit Glasflüssen und Tuffstein verziertes Äußeres vermittelt einen märchenhaften, orientalischen Eindruck. Im Kontrast hierzu steht das Innere, welches nur sparsam mit Stuckaturen im Stile des Bayreuther Rokoko ausgestattet wurde. Ungewöhnlich ist, dass die Räume um einen kleinen offenen Hof gruppiert sind, in dem gewissermaßen als natürliches Herz des von Menschen geschaffenen Bauwerks eine alte Buche aufragt.
"Ein kleiner Abstecher nach Sanspareil hat mich am Schreiben gehindert. Die Lage des Ortes, an dem wir waren, ist einzig. Die Natur selbst war die Baumeisterin. Die dort aufgeführten Gebäude sind von sonderbarem Geschmack. Alles ist ländlich und bäuerisch. Wir hatten eine recht gute Gesellschaft, und aller Zwang war verbannt."
(Aus einem Brief der Markgräfin Wilhelmine, 1749)
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